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Gebissloser LG-Zaum, entwickelt von Monika Lehmenkühler.

...seit 1970 beschäftigt sich Monika Lehmenkühler intensiv mit Pferden und hat bis heute allein über 70 Pferde ausgebildet. In dieser Zeit entwickelte sie ein Gespür für diese sensiblen Tiere und ihre Bedürfnisse und bemerkte zunehmend, dass viele Pferde Probleme mit Gebissen gleich welcher Art haben. Mit diesem Gedanken und zum Wohl des Pferdes ist der LG-Zaum entstanden.
Bereits im Jahre 1983 ging Monika L. vom allgemein üblichen Reiten mit Gebiss zum Reiten ohne Gebiss über. Dies geschah weniger aus dem Grund, dass man den Pferden mit Gebissen sicherlich große Schmerzen zufügen kann. Auch die Tatsache, dass jedes Pferd eindeutig entspannter und konzentrierter bei der Arbeit ist, war nicht der Hauptgrund für sie, den Gebissen den Laufpass zu erteilen.
NEIN, der Grund das Reiten mit Gebiss nicht mehr zu praktizieren, sollte alleine schon die Tatsache sein, dass ein Pferd bereits ohne die einwirkende Hand und nur weil sich ein Fremdkörper im Maul befindet, in einen großen Konflikt gerät (was viele Pferde dazu noch in starken Stress versetzt). Warum? Man kann in freier Wildbahn niemals ein Pferd rennen und fressen sehen, das ist von der Natur so überhaupt nicht vorgesehen! Rennen und Grasen sind für Pferde zwei nicht kompatible Dinge.



Darüber hinaus löst das Gebiss in jedem Fall beim Pferd einen sogenannten Fress- und Einspeichelreflex aus und somit ist es dem Pferd geradezu unmöglich, seinem Organismus ausreichend Sauerstoff - für die vom Reiter geforderte Belastung - zuzuführen. Das gemeinhin als Zufriedenheit interpretierte Kauen und Einspeicheln des Gebisses wird nicht nur vom Pferd als Ärgernis empfunden, oftmals besteht durch sein Bemühen, diesen übermäßigen Speichel zu schlucken, sogar die Gefahr zu ersticken.



Des Weiteren versucht das Pferd, durch das zurückziehen des Unterkiefers (deutlich sichtbar, selbst bei zufrieden wirkenden Pferden, die auf Gebiss geritten werden) einer unvermeidlichen Quetschung der Zunge zu entgehen, da in jedem Fall in der Maulhöhle - auch lt. Studien der tierärztlichen Hochschule Hannover - nicht genügend Platz für ein Gebiss ist.
Das führt auf Dauer automatisch zu einer Verkrampfung der Unterkiefermuskulatur und dann wiederum zu daraus entstehenden weiteren Blockaden im Halswirbelbereich über die Rückenwirbel bis hin in den Lendenwirbelbereich. Auch ich kenne leider diese Problematik, denn ich benutze inzwischen, vom Arzt verordnet, eine Beißschiene. Durch das stressbedingte zusammenbeissen der Zähne, entstehen schlimme Kieferblockaden- (Schmerzen), die ich inzwischen auch schon bis in den Nacken und Rückenbereich spürte.
All diese Gründe, hier nur kurz zusammengefasst, haben Monika L. dazu bewogen, sämtlichen Gebissen - gleich welcher Art und Beschaffenheit - eine totale Absage zu erteilen. Sie ist inzwischen davon überzeugt, dass der Gebrauch von Gebissen im Umgang mit Pferden grundsätzlich ein fataler Irrtum sein muss!


Weitere Informationen von Frau Lehmenkühler:

www.lg-zaum.de